rta logo new blue v2

Wie viel Gewicht darf ein Pferd tragen?

Viele Reiter stellen sich genau diese Frage:

  • Wie viel Gewicht darf mein Pferd tragen?
  • Ist mein Pferd möglicherweise überlastet?
  • Liegt ein Problem am Sattel – oder an der Tragfähigkeit des Pferdes selbst?

In der Praxis werden solche Fragen häufig pauschal beantwortet – etwa mit der sogenannten „20 %-Regel“.
👉 Doch diese greift zu kurz.
Die tatsächliche Tragkraft eines Pferdes hängt maßgeblich davon ab, wie gut der Rumpf unter Belastung stabilisiert werden kann.

In der gutachterlichen Praxis zeigt sich regelmäßig, dass die Einschätzung der Tragfähigkeit allein anhand des Erscheinungsbildes zu Fehlbeurteilungen führt.

Warum die 20 %-Regel beim Pferd nicht ausreicht

Die oft genannte Faustregel, dass ein Pferd etwa 20 % seines Körpergewichts tragen kann, ist weit verbreitet.
Sie berücksichtigt jedoch nicht:

  • individuelle Unterschiede im Körperbau
  • den Trainingszustand
  • die tatsächliche Tragfähigkeit des Rumpfes
  • die Reaktion des Pferdes unter Belastung

👉 Zwei Pferde mit gleichem Gewicht können eine völlig unterschiedliche Tragfähigkeit haben.
Eine rein rechnerische Betrachtung reicht daher nicht aus.

Woran erkennt man Überlastung beim Pferd?

👉 In vielen Fällen wird die Ursache falsch eingeschätzt.

  • Verspannungen im Rückenbereich
  • Taktunreinheiten oder Unwilligkeit
  • Leistungsabfall ohne klare Ursache
  • Probleme trotz scheinbar passendem Sattel

Eine Überlastung zeigt sich oft nicht sofort eindeutig. Typische Hinweise sind:

Was bedeutet „Rumpfträger“ beim Pferd?

vergleich rtavsrumpftraeger1

Der Begriff „Rumpfträger“ beschreibt die Fähigkeit des Pferdes, seinen Rumpf aktiv zu stabilisieren und zu tragen.
Er wird häufig im Zusammenhang mit Muskulatur, Ausbildung und Training verwendet.
In der Praxis entsteht dabei jedoch ein zentrales Problem:
👉 Die Tragfähigkeit wird meist subjektiv beurteilt, nicht objektiv gemessen.
Ein Pferd kann gut bemuskelt wirken und dennoch unter Belastung nicht ausreichend stabilisieren.
Umgekehrt können scheinbar unauffällige Pferde funktionell besser tragen als erwartet.
👉 Entscheidend ist daher nicht nur, wie ein Pferd aussieht, sondern wie es unter Belastung reagiert.
Genau an diesem Punkt setzt eine objektive Analyse an.

Wie kann man die Tragkraft eines Pferdes bestimmen?

Die entscheidende Frage lautet nicht nur, wie viel Gewicht ein Pferd theoretisch tragen kann, sondern:
👉 Wie reagiert der Rumpf tatsächlich unter Belastung?
Um das zu beurteilen, müssen Veränderungen im Körper des Pferdes messbar gemacht werden.

Die Rumpf-Tragkraft-Analyse (RTA)

Die Rumpf-Tragkraft-Analyse (RTA) ermöglicht eine objektive Beurteilung der Tragfähigkeit des Pferdes.
Dabei werden definierte Messpunkte am Pferd erfasst – in verschiedenen Phasen:

  • im unbelasteten Zustand
  • unter Belastung (Reiter)
  • nach Bewegung

Aus den Veränderungen lassen sich Rückschlüsse ziehen auf:

  • die Tragfähigkeit des Rumpfes
  • die Reaktion auf Belastung
  • die Effizienz der Stabilisation

👉 Entscheidend ist nicht ein einzelner Messwert, sondern das Zusammenspiel der Veränderungen.

Was bringt die Analyse in der Praxis?

Die RTA schafft eine fundierte Grundlage für:

  • die Beurteilung der Belastbarkeit des Pferdes
  • die Einschätzung von Überlastungsrisiken
  • eine objektivere Bewertung von Sattel- und Trainingssituationen

In der gutachterlichen Praxis zeigt sich regelmäßig, dass Probleme häufig ausschließlich dem Sattel zugeschrieben werden, obwohl die Tragfähigkeit des Pferdes die eigentliche Ursache ist.

Was passiert nach der Analyse?

Die Rumpf-Tragkraft-Analyse liefert nicht nur ein Ergebnis, sondern auch eine Grundlage für die nächsten Schritte.

Sie erhalten:

  • eine Einschätzung der aktuellen Tragfähigkeit
  • eine Einordnung möglicher Überlastung
  • Hinweise auf funktionelle Schwächen

👉 und darauf aufbauend:

  • konkrete, praxisnahe Hinweise zur weiteren Vorgehensweise
  • Ansätze für eine sinnvolle Trainingsausrichtung
  • Orientierung, worauf künftig besonders zu achten ist

👉 Ziel ist nicht nur die Feststellung eines Problems, sondern ein besseres Verständnis für die Belastungssituation Ihres Pferdes.

Wichtiger Hinweis

Die Rumpf-Tragkraft-Analyse ist keine tierärztliche Diagnose.
Sie stellt eine biomechanische Analyse dar und dient der objektiven Beurteilung von Belastung und Tragfähigkeit.

Tragkraft des Pferdes objektiv beurteilen lassen

Möchten Sie die Tragfähigkeit Ihres Pferdes fundiert einschätzen lassen?
👉 Die Rumpf-Tragkraft-Analyse bietet eine objektive Grundlage für weitere Entscheidungen.
Kontaktieren Sie mich für eine individuelle Analyse.

Ablauf der Analyse

Die Rumpf-Tragkraft-Analyse erfasst mittels laserbasierter, millimetergenauer Distanzmessung die vertikale Absenkung sechs definierter anatomischer Referenzpunkte in drei Belastungsphasen: unbelastet, unter Reiter im Stand sowie nach 15–20 Minuten Aufwärmphase und weiteren 15-20 Minuten Arbeit.

Gemessen werden funktionelle Veränderungen im Bereich der Vorhand, der rumpftragenden Mittelhand (Rumpfträgermechanik) und der hinteren Stützstruktur. Die Analyse erlaubt Rückschlüsse auf die Effizienz der intraabdominalen Stabilisierung sowie auf die muskuläre Lastaufnahme und -verteilung unter dem Reitergewicht.

Durch die quantitative Erfassung der Absenkungsdifferenzen wird sichtbar, ob der Rumpf unter Belastung stabilisiert wird oder ob es zu progressiver struktureller Ermüdung kommt.

Die RTA liefert damit eine objektivierbare Beurteilung der funktionellen Tragfähigkeit und Balance – als biomechanische Grundlage für Trainingssteuerung, Leistungsbewertung oder die Einordnung satteltechnischer Fragestellungen.

Pferderumpf Messung
rta logo new blue v2